Kurzantwort: Der Durchmesser der Trennscheibe richtet sich nach Ihrem Winkelschleifer: Auf eine 125-mm-Maschine gehört eine 125-mm-Scheibe, nie eine größere. 115 und 125 mm sind die gängigen Größen für kompakte Maschinen, 230 mm ist für große Zweihandmaschinen gedacht. Die zulässige Drehzahl der Scheibe muss mindestens so hoch sein wie die Leerlaufdrehzahl der Maschine.
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Welcher Durchmesser für welche Maschine?
| Durchmesser | Typische Maschine | Einsatz | Shop |
|---|---|---|---|
| 115 mm | Kompakter Einhand-Winkelschleifer | Bleche, Rohre, Arbeiten an engen Stellen | Metall 115 mm |
| 125 mm | Kompakter Winkelschleifer, laut Shop etwa 900 bis 1200 Watt | Werkstatt- und Baustellen-Allround, kleinere Werkstücke | Metall 125 mm, Diamant 125 mm |
| 230 mm | Großer Winkelschleifer, laut Shop über 2000 Watt | Dicke Profile, Träger, tiefe Schnitte in Stein | Metall 230 mm, Diamant 230 mm |
Zwischengrößen wie 150 und 180 mm gibt es ebenfalls. Entscheidend ist immer der Durchmesser, für den Maschine und Schutzhaube gebaut sind. Er steht auf dem Typenschild oder in der Bedienungsanleitung.
Warum darf keine größere Scheibe auf die Maschine?
Zwei Gründe: Die Schutzhaube deckt eine größere Scheibe nicht ab, und die Umfangsgeschwindigkeit steigt mit dem Durchmesser. Eine 230-mm-Scheibe auf einer 125-mm-Maschine läuft mit der hohen Drehzahl der kleinen Maschine und würde ihre zulässige Geschwindigkeit weit überschreiten. Das ist eine akute Bruchgefahr. Die Schutzhaube abzunehmen, um eine größere Scheibe zu montieren, ist keine Option.
Wie hängen Durchmesser und Drehzahl zusammen?
Trennscheiben für Winkelschleifer sind meist für eine Höchstgeschwindigkeit von 80 m/s am Umfang zugelassen. Daraus ergibt sich je Durchmesser eine Höchstdrehzahl nach der Formel n = v × 60 / (π × d):
| Durchmesser | Höchstdrehzahl bei 80 m/s (gerechnet, gerundet) |
|---|---|
| 115 mm | ca. 13.300 U/min |
| 125 mm | ca. 12.200 U/min |
| 150 mm | ca. 10.200 U/min |
| 180 mm | ca. 8.500 U/min |
| 230 mm | ca. 6.600 U/min |
Auf der Scheibe aufgedruckte Werte können leicht abweichen (bei 125 mm liest man oft 12.250 U/min). Maßgeblich ist der Aufdruck auf der Scheibe. Liegt die Leerlaufdrehzahl der Maschine darüber, darf die Scheibe nicht verwendet werden. Details unter Trennscheiben sicher einsetzen.
Welche Bohrung brauchen Sie?
Winkelschleifer-Scheiben haben in der Regel eine Bohrung von 22,23 mm (bei Diamantscheiben oft als 22,2 mm angegeben). Andere Bohrungen wie 25,4 mm oder größer gehören meist zu stationären Trennmaschinen. Kleine Scheiben für Geradschleifer haben deutlich kleinere Bohrungen, dafür gibt es eine eigene Kategorie Trennscheiben für Geradschleifer.
Wie tief schneidet welcher Durchmesser?
Die Schnitttiefe ist deutlich kleiner als der halbe Scheibendurchmesser, weil Spannflansch und Schutzhaube Platz brauchen und die Scheibe sich abnutzt. Herstellerdatenblätter von 230-mm-Winkelschleifern nennen zum Beispiel Werte um 68 bis 74 mm. Für 115 und 125 mm liegen die Werte entsprechend niedriger. Den genauen Wert finden Sie im Datenblatt Ihrer Maschine. Wer regelmäßig dicke Querschnitte trennt, ist mit einer größeren Maschine oder einer stationären Trennmaschine besser bedient.
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Häufige Fragen
Passt eine 115er Scheibe auf einen 125er Winkelschleifer? Mechanisch passt sie meist, die Bohrung ist gleich. Ob die Maschine dafür zugelassen ist, steht in der Bedienungsanleitung. Achten Sie darauf, dass die zulässige Drehzahl der kleineren Scheibe zur Maschine passt.
Welcher Durchmesser ist am vielseitigsten? 125 mm ist im Handwerk sehr verbreitet, entsprechend groß ist die Auswahl an Trenn-, Schrupp- und Fächerscheiben.
Was bedeutet 125 x 1 x 22,23? Durchmesser 125 mm, Dicke 1 mm, Bohrung 22,23 mm.
Gekröpft oder gerade: was ist der Unterschied? Gekröpfte Scheiben haben eine vertiefte Mitte, gerade Scheiben sind flach. Welche Form Ihre Schutzhaube und Spannmutter zulassen, steht in der Anleitung der Maschine.